Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt
Home Schulinfos Aktuelles RMG in der Presse 20.01.2012 - "Ökolandtour" machte am RMG Station

20.01.2012 - "Ökolandtour" machte am RMG Station

Wiesenklee als idealer Ersatz für Kunstdünger

Hassfurt

(sawe)

Bernadette Kiesel hatte aufmerksame Zuhörer, als sie die Besonderheiten an den Wurzeln von Rotklee und Roggen erläuterte. Foto: WeinbeerBernadette Kiesel hatte aufmerksame Zuhörer, als sie die Besonderheiten an den Wurzeln von Rotklee und Roggen erläuterte. Foto: WeinbeerKann man "öko" schmecken? Was verbindet Rotklee und Roggen? Und was sind Ökologische Agrarwissenschaften? Jede Menge Fragen stellten Haßfurter Gymnasiasten am Donnerstag an drei Studentinnen der Uni Kassel, die dort eben diesen Studiengang Ökologische Agrarwissenschaften besuchen. Julia Neder, Rachel Fischer und Bernadette Kiesel sind derzeit auf "Ökolandtour". Die Tour durch sieben Gymnasien ist ein von der UN offiziell anerkanntes Dekadenprojekt zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Als die Studentinnen anboten, in diese Informationstour das Regiomontanus-Gymnasium einzubinden, musste die Fachbetreuerin Biologie Christine Weber nicht lange überlegen. Das rege Interesse am Donnerstag gab ihr Recht. Die Elftklässler, vorwiegend mit Unterrichtsschwerpunkt im Bereich Biologie, konnten sich unter dem Thema anfangs zwar nicht allzuviel vorstellen, waren dann aber überrascht, wie vielfältig das Thema Agrarwissenschaften ist.

Mit Häppchen war das erste Eis gebrochen. Über biologische Brotaufstriche führten die Studentinnen die Schüler an die verschiedenen Öko-Labels heran und zeigten auf, was dahinter steht. Schnell war die Brücke zur Praxis im ökologischen Landbau geschlagen und damit zu den Pflanzen, die auf den Tischen lagen. Eingehend wurden Pflanzen und Wurzeln untersucht und schließlich aufgezeigt, dass der Rotklee quasi die Düngerpflanze für den Roggen ist. Weil der Klee wie andere Leguminosen den Boden mit Stickstoff anreichert, können Getreide- oder andere Nutzpflanzen ohne Kunstdünger aufwachsen, die diesen Stickstoff unbedingt benötigen.

Schnell hatten die drei Studentinnen die Elftklässler für das Thema interessiert und entsprechend vielfältig war zum Abschluss die Fragerunde. Neugierig waren die Schüler auch auf den Studiengang an der Uni Kassel und an die beruflichen Möglichkeiten anschließend.

Vanessa, Julia, Elena, Philipp, Alex und ihre Mitschüler waren beeindruck von den Ausführungen der Studentinnen und auch Christine Weber stellte fest: solche hautnahe Information über nicht alltägliche Studiengänge hätten sie selbst kurz vor dem Abitur auch gefreut.

 

Quelle: Haßfurter Tagblatt, Onlineausgabe vom 20.01.2012